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Interview mit M. A. Nager - Teil 1
Dieser Eintrag stammt von Gerald Fründt Am 24.7.2009 @ 14:05 In Telefon, Dialog-Kultur | Keine Kommentare
… einem wichtigen Manager aus der Industrie, der nicht genannt sein möchte.
Frage: Herr Nager, Sie sind soweit wieder auf dem Damm?
M.A. Nager: Soweit, sogut! Der Aufenhalt in dem Sanatorium hat mir gut getan. Diese Therapie des De-Kommunizierens, das war schon irre hilfreich.
Frage: De-Kommunizieren - warum sagt man nicht schlicht und einfach “schweigen”?
M.A. Nager: De-Kommunizieren ist ja nicht das Gegenteil von Kommunizieren, sondern etwas herausnehmen aus der Kommunikation. Ähnlich wie das De-eskalieren.
Frage: Was sind die ersten Schritte in der “De-Kommunikation”?
M.A. Nager: Der erste Schritt ist ja bekanntlich immer der schwerste. Alle Telefone werden stumm gestellt. Vibration ist ok. Am besten optisches Signal. Aber kein Klingeln mehr, auch wenn es noch so melodisch oder witzig daherkommt!
Frage: Was ist denn dann mit dem Image, wenn niemand mehr das Telefon hört? In Deutschland definiert sich doch das Ansehen sehr stark über den Lärm, der um uns gemacht wird? Stichwort - Star-Rummel. Was am lautesten und beharrlichsten ist, das ist wichtig, oder?
Nur ein Shakespeare hatte ja die Einsicht: Viel Lärm - um nichts! Aber Shakespeare war ja nicht in der Wirtschaft.
Also, was ist mit dem enormen Image-Schaden, wenn man seine Telefone stumm stellt? Kein Klingeln mehr, man ist ein Looser?
[…. Fortsetzung folgt …..]
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