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29.9.2009 von Gerald Fründt.
E-Mail-Flut: Kommunikation im Unternehmen funktioniert NICHT!
Bitte sehr, meine Damen und Herren TrainerInnen und UnternehmensberaterInnen,
schon mal darüber nachgedacht, dass es sich in einer funktionierenden Partnerschaft mit der Kommunikation so verhält: Je besser die Kommunikation funktioniert, desto weniger braucht man sie!
Ihre so genannte “E-Mail-Flut” ist ein schriller Aufschrei:
Hallo, in unseren Unternehmen funktioniert die Kommunikation nicht!!!
Schock schwerenot! Was denn jetzt …. dieses all jenen Spöttern meiner 111-E-Mail-Regeln!
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25.9.2009 von Gerald Fründt.
Eine dieser gedankenlosen E-Mail-Regeln, die im Web unterwegs sind (und natürlich in den schlauen Ratgeberbüchern):
Eine E-Mail habe kurz und bündig zu sein!
Wer sich redlich müht, kurz und bündig zu sein, der verliert Zeit und wird leider NICHT belohnt. Wir sind nicht in der Schule, sondern in der Wirtschaft, liebe Ratgeber und Ratgeberinnen.
So geht eine gute E-Mail:
Eine E-Mail besteht aus Informationen ( = jedes Wort enthält bereits Information; eine Aussage verbindet bereits Informationen; ein Satz hat immer eine komplexe Informations-Struktur, mit Hierarchien, Abhängigkeiten etc.):
Sie sind verantwortlich für die Informationen,
(1) die Sie auswählen!
(2) die Sie in einer E-Mail anordnen!
(3) die Sie zusammenfassen oder aber auffächern, wenn Sie schreiben!
Wie das ganze in der internen Kommunikation funktioniert, siehe meine 111-E-Mail-Regeln.
Kurz und bündig, mein Gott, was bringt das? Wir müssen uns wirklich um das Wesentliche kümmern, also auf und weg mit den platten Schulweisheiten.
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24.9.2009 von Gerald Fründt.
Regelmäßig schickt mir Google alle Nachrichten, in denen die E-Mail vorkommt. Ich will auf dem Laufenden sein und bleiben.
Ein guter Weg, um etwa die traurige Geschichte mit dem ZDF-Morgenmagazin mitzubekommen (siehe Notiz vom 22.09.09).
Ebenfalls ein guter Weg, um zu sehen, wie meine 111-E-Mail-Regeln wahrgenommen werden, nur mal so am Rande angemerkt.
Heute aber, oder sollte ich schreiben HEUTE ABER diese Schlagzeile bei Google zu meinem Thema - meint man:
“Neue Plano-Dusche aus Stahl-Email garantiert Bewegungsfreiheit”
Da hat jemand den Kern der Email, Pardon, der E-Mail erkannt: Bewegungsfreiheit. Ja, E-Mail schafft Freiheit. Jeder in einem Mega-Konzern bekommt Verantwortung für das, was da in den E-Mails steht!
Nochmal: JEDE und JEDER hat Inhalts-Verantwortung bei E-Mail! Auch Du, mein Sohn Brutus!
Daraus leiten sich eine ganze Reihe von verantwortungsvollen Konsequenzen ab - siehe meine 111-E-Mail-Regeln!
Die E-Mail besitzt die Chuzpe, über den Bad- und Sanitärbereich auf ihre reinigende Kraft aufmerksam zu machen, das finde ich großartig, aber so ist E-Mail … ihr lieben E-Mail Kniggeler!
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23.9.2009 von Gerald Fründt.
Offene Leser-E-Mail an das ZDF-Morgenmagazin:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin entsetzt über den Beitrag im ZDF-Morgenmagazin zu dem Thema “E-Mail-Knigge”. Nicht nur, dass eine Dame erwähnt wird, zu deren Geschäftspraktiken dubiose Abmahnungen gehören - also ein gegensätzliches Verhalten als das, was der Freiherr von Knigge im Blick hatte. Zur Erinnerung, der Titel des Buches heißt: Über den Umgang mit Menschen!
Auch ist der Inhalt schon hundertfach dargestellt worden, im immer gleichen Duktus (von oben herab!) und in völligem Unverständnis der tatsächlichen Praxis etwa in den Unternehmen. Das gipfelt in dem selbstredenden Schreibfehler, der bereits in der Einleitung gemacht wird:
“E-Mails sind aus dem Alltags- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Doch die tägliche Email-Flut erfordert mehr Rücksicht und Disziplin beim Schreiber.”
Zwei Schreibweisen von E-Mail, das bringt LeserInnen um jede Lese-Aufmerksamkeit und stellt gleichzeitig die Seriösität des Folgenden in Frage.
Und wenn dann allen Ernstes die Regel aufgestellt wird, man möge erst die E-Mail schreiben, und dann die Adressen aussuchen, hier liegt dann wohl ein großes Missverständnis vor, wie denn Kommunikation im allgemeinen funktioniert.
Tut mir leid, liebes ZDF-Morgenmagazin, das war nichts, und dieses Nichts musste ich mal loswerden - bezeichnenderweise nicht als E-Mail, sondern in einem Formular!
Mal sehen, ob ich eine E-Mail-Antwort bekomme *lach*
Gerald Fründt - praktizierender Linguist
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21.9.2009 von Gerald Fründt.
In einem Buch finde ich den Tipp: So weit wie möglich beim Schreiben etwa einer E-Mail jedes überflüssige Wort vermeiden!
Die vorgeschlagene Strategie: Vermeidung, etwas nicht tun, was man durchaus tun könnte!
Was soll vermieden werden: Überflüssige Worte!
Was sind überflüssige Worte: ???
Mein Vorschlag: Einzig das schreiben, was man begründen kann, was aus plausiblen Gründen zu schreiben ist, jetzt, mit diesem Wort, in diesem Satz, in dieser E-Mail.
Die Aufgabe vor dem Schreiben: was sind nachvollziehbare / erklärbare Gründe, und zwar immer in einer konkreten Situation, in einem bestimmten Satz, in einer bestimmten E-Mail und gerichtet an einen bestimmten Kunden und mit einem bestimmten Ziel.
Da gibt es nicht so viele, wie man zunächst denkt. Ich schreibe das, weil ich es schön finde - tut mir leid, das ist nicht plausibel.
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15.9.2009 von Gerald Fründt.
Herr Eppler hat ein Buch geschrieben: Der Politik aufs Maul geschaut. Im Untertitel heißt es: Kleines Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch.
Wie es aussieht, trifft Herr Eppler den Kern - auch den Kern des Sprachgebrauchs in Unternehmen und in E-Mail! So wird gezeigt, dass der Begriff “Modernisierung” kein brauchbarer politischer Begriff ist. Er ist es in den meisten Fällen der Wirtschaft ebensowenig: brauchbar!
Meist, so Herr Eppler, ist die Verwendung des Begriffes ein gutes Mittel, sich als der Überlegene einzurichten, und das ganz ohne Kosten. Kostenlos, so ist es in den meisten Fällen der Wirtschaft, der Unternehmen, der E-Mail auch. Begriffe werden genutzt, um die eigene Überlegenheit zu festigen, es kostet ja nichts!
Zu “NIX” und “nichts” - siehe übrigens die ZEIT vom 10.09.2009
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9.9.2009 von Gerald Fründt.
Auch dieses gehört zum Schreiben in D. - die Deutsche Post und ihre Versuche, die Zeit aufzuholen!
Briefe schreiben online, man schreibt quasi eine E-Mail (deswegen das Interesse von www.e-mail-praxis.com), die wird von der Deutschen Post in einen Brief umgewandelt und los geht es.
Das muss ich ausprobieren und das sind meine Schritte:
Schritt 1. https://www.schreibcenter.de/schreibcenter/ aufrufen
Schritt 2. Dort: SCHREIBCENTER - Einfach bequemer verschicken
Nie war das Verschicken von Briefen und Postkarten unkomplizierter und einfacher: Sie schreiben online, wir drucken und frankieren Ihre Sendungen und liefern sie direkt in den Briefkasten. Innerhalb weniger Minuten ist Ihr Brief oder Ihre Postkarte auf dem Weg zum Empfänger − bequem vom PC aus.
Schritt 3. Hier können Sie online einen Brief verfassen oder eine der zahlreichen Textvorlagen wählen.
Schritt 4. Das ist die angezeigte Auswahl - alles klar?
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Schritt 5. Obgleich man hier einen Brief schreiben sollte, kommt man nicht dazu. Schade – Deutsche Post
P.S. für die Deutsche Post: ich arbeite mit dem Browser Opera und es könnte gut sein, dass er die eine oder andere Sache nicht mag. Vielleicht beim Entwickeln mit den einfachsten Standards arbeiten und nicht immer das angeblich schönste und lieblichste Gimmick einbinden! Guter Tipp!!
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2.9.2009 von Gerald Fründt.
Irgendwann ist es soweit!
Und da ist es, das reichlich späte Eingeständnis der Deutschen Post, dass man die E-Mail schlicht und einfach unterschätzt hat!
Vieles, was in der Prä-E-Mail-Zeit im Brief unterwegs war, wird jetzt mit und durch E-Mail erledigt.
Aber warum hatte nicht schon das Telefon den Brief gefährdet - oder spielte es keine Rolle, weil es eben mündliche Kommunikation war? Oder war da im Hintergrund der Gedanke, man würde ja (damals war es so) auch an dem Telefon Geld verdienen. Und warum hatte das Fax den Brief nicht gefährdet - oder war da im Hintergrund der Gedanke, auch ein Fax würde via Telefonleitung und man würde ja (damals war es so) auch an der Leitung Geld verdienen.
Und dann das Internet, dann die E-Mail ….. o Deutsche Post, wie tief muss dein Schlaf gewesen sein! Oder war es einfach Arroganz eines ehemaligen Staatsunternehmen?
Aber, jetzt erwarte ich die Offensive der Deutschen Post. Denn ein Brief ist ja nicht wirklich blöd, man müsste ihn nur wertiger gestalten. Wie wäre es mit diesem Geschäftsmodell: Die Zustellung eines Briefes wird zu einem Ereignis (Event) - und der Absender legt fest. Warum wird nicht ein Brief etwa öffentlich auf dem Marktplatz übergeben? Warum ertönt kein Posthorn, wenn der Zusteller einen wirklich schönen Brief für mich hat? Warum werden persönliche Einladungen nicht auch von einem Briefträger persönlich übergeben - immer nur irgendein blöder Kasten….
Man könnte ja noch so viel ……
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1.9.2009 von Gerald Fründt.
Schlagwort: Soziale Netzwerke. Netze werden gewirkt im Sinne von wirken, weben, knüpfen. Nicht im Sinne von Wirkung, das hätten die Strategen gern, gleich die Wirkung mitzuliefern!
Ein Netzwerk ist ein gewirktes Netz, Netze bestehen aus Verbindungen, aus Linien, aus Fäden.
Das Netzwerk hat das Merkmal, kein Spinnennetz zu sein, sondern eines von und für soziale Wesen - also doch eine Spinne!
Die gegenwärtig herausragenden sozialen Wesen sind Menschen. Also könnten die ganze Veranstaltungen wie Twitter, Xing usf. auch menschliche Netzwerke genannt werden. Allerdings ist dieser Titel nicht so toll, sozial ist besser, weil (!) hier schwingt auch noch ein gewisses soziales Verhalten mit, ein sich Kümmern etwa.
Aber halt: Twitter, Xing usf. haben nur vorgeblich soziales Verhalten zum Ziel. In Wirklichkeit fördern und fordern sie das Gegenteil, in Wirklichkeit fördern und fordern sie das EGO, den Einzelnen, der “Jünger” (meine freie Übersetzung von dem twitterischen Follower) um sich schart, um Ansehen zu gewinnen.
Ansehen, Ansehen - kein soziales Verhalten.
Man sollte die Dinger nicht soziale Netzwerke nennen, wie wäre es mit egomanische Netzwerke!
Da lob ich mir doch den Brief, die E-Mail!
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