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30.11.2009 von Gerald Fründt.
Und während ich noch mir Gedanken mache, trällert diese Nachricht über Twitter:
Ist es, als Prof. so schwer auf eine E-Mail zu antworten?! Sollte ich lieber einen Brief schicken, da E-Mail unter deren Niveau ist…?
10 minutes ago from web
Ich kennzeichne mal die “Hey-Worte”
“Professor” = nein / “Prof.” = ja (Rating CCC)
“eine E-Mail” = ja (Rating AA)
“einen Brief” = ja (Rating C)
“Niveau” = nein
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30.11.2009 von Gerald Fründt.
Was ist ein “Hey”?
Das “Hey” ist eine sogenannte Interjektion. Interjektionen kommen vor allem in der gesprochenen Sprache vor, also in E-Mail!
Das “Hey” ist ein “Ausdruck spontaner, reaktiver Emotionen oder Bewertungen”, schreibt die Duden-Grammatik.
Das “Hey” kann einen Satz ersetzen.
Wie funktioniert ein “Hey”?
Je nach Betonung kann ein “hey” unterschiedliche Emotionen oder Bewertungen ausdrücken:
Erstens: Zweifel an dem Gesagten = “hey” mit steigender Tonhöhe.
Zweitens: Überraschung über das Gesagte = “hey” mit fallender Tonhöhe.
Drittens: Bedauern über das Gesagte = “hey” mit gedehnter Tonhöhe.
Viertens: Verärgerung über das Gesagte = “hey” mit gleichbleibender Tonhöhe.
In dem Wort “hey” ist eine ganze Menge los, in der E-Mail muss man die Tonhöhe entweder aus dem unmittelbaren Zusammenhang “heraushören” oder sich “denken”.
Was ist dann ein “Hey-Wort”?
Die Interjektion “hey” signalisiert, dass hier ein Wort in bestimmter Tonhöhe gebraucht wird. In einer Transskription würde man das bei dem Wort selbst notieren. Wird ein Wort als “Hey-Wort” eingesetzt, möchte der E-Mail Schreiber auch gleich z.B. eine Überraschung hervorrufen.
(1) Ich habe eine E-Mail von Frau Merkel bekommen. (Standard-E-Mail)
(2) Ich habe eine - hey - E-Mail von der - hey - Kanzlerin bekommen. (Echte E-Mail)
(3) Ich ey! habe eine ey! E-Mail von der Kanzlerin ey! bekommen. (Authentische E-Mail)
Die Worte (ICH ey!) bekommen einen (Tonhöhen)-Wert, sie spielen plötzlich mit auf dem “Hey-Wort-Markt”. Märkte sind dafür da, siehe Finanzkrise, dass sie beobachtet werden. Von Märkten kann man sehr viel lernen, auch für das Leben - hey! Aber jetzt werde ich ironisch!
Warum heißt ein “Hey-Wort” einfach nur “Hey-Wort”?
Es könnte auch “Wow-Wort” heißen, allerdings ist die Interjektion “wow” bereits belegt.
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27.11.2009 von Gerald Fründt.
Noch bin ich etwas gedankenschwer, was diese Ergebnisse aussagen - Quelle ist die interessante TeleTalk (10/2009).
Was bedeutet guter Service für den Kunden - Wünsche an den telefonischen (!) Service:
Platz 1: Zusagen werden auch eingehalten (85%)
Platz 2: Kompetente Ansprechpartner (76%)
Platz 3: Keine Sprach-Computer (72%)
4. Man begegnet mir freundlich (72%)
5. Man steht zu Fehlern (68%)
6. Man kann einfach reklamieren (67%) - wobei die Frage ist, wie dieses “einfach” betont wird.
7. Die Lösung der Anliegen steht im Vordergrund (61%)
8. Kostenlose Kunden-Hotline (57%)
9. Mein Anliegen wird schnell gelöst (54%) - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!
10. Erreichbarkeit 24/7 (30%)
11. Man wird über neue, persönlich passende Angebote informiert (17%)
Wie wird in der E-Mail-Praxis.com argumentiert, wenn es um die Qualität einer E-Mail-Antwort geht? Was erarbeite ich in meinen Schulungen?
An erster Stelle steht:
Der Kunde muss das Gefühl bekommen, in der E-Mail-Antwort mit seiner Person und seinem Anliegen ernstgenommen zu werden.
An zweiter Stelle steht:
Der Kunde muss das Gefühl bekommen, schnell eine E-Mail-Antwort zu bekommen - “schnell” ist aber abhängig von dem Thema, von dem Anliegen, von der Lösung und keine starre Vorgabe.
An dritter Stelle steht:
Die E-Mail-Antwort ist kompetent und genau.
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26.11.2009 von Gerald Fründt.
… entdeckte, war ein besonderer.
Beim Abwaschen des Frühstücksgeschirrs entdeckte ich sie nämlich, die Existenz der Hey-Wörter, inmitten des Abwaschschaums.
“Krise” ist ein Hey-Wort.
“Highligt” war ein Hey-Wort. Allerdings fällt der Kurs. Der Kurs eines Hey-Wortes leitet sich ab aus (a) der Häufigkeit der Verwendung, (b) wer es verwendet, (c) wo es verwendet wird und (d) vor allem in welchem Zusammenhang es verwendet wird. Wie bestimmt sich der Wert einer Aktie - gerade im Mittelfeld des Hey-Wort-Marktes? Wie bestimmt sich der Wert eines Investments-Fonds - klar im oberen Bereich des Hey-Wort-Marktes?
Während der Kurs von “Highlight” ins Minus gleitet, gleitet ein anderes Wort sanft nach oben: “Glanzlicht”. Bezeichnet “high” einen Wert (!), bezeichnet “Glanz” eine Qualität.
Das ist der Unterschied. Wir achten wieder mehr auf Qualität!
Ich warte auf das erste Direkt-Mailing (Achtung: Hey-Wort!), in dem von Glanzlicht geschrieben wird. Bitte zu mir!
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25.11.2009 von Gerald Fründt.
Fassen Sie bitte einmal diese Gedanken ganz klar:
Erstens:
Wer nicht “reden” kann! Sollte besser keinen Vortrag halten! kein Meeting leiten! kein Verkaufsgespräch führen!
Kann nicht telefonieren!
Und kann wahrscheinlich auch nicht mit E-Mail umgehen.
Zweitens: Wer nicht mit E-Mail umgehen kann, wer keine E-Mail schreiben kann, kann auch keine SMS! Kann auch nicht Bloggen, kann auch kein Forums-Beitrag schreiben! Kann kein Memo schreiben! Kann auch einen Brief nicht nutzen! kann eigentlich nur “reden”.
Drittens: Aber wer kann schon reden, ich meine, richtig reden!!!
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24.11.2009 von Gerald Fründt.
In einem interessanten ZEIT-Interview (http://www.zeit.de/2009/48/Interview-Schwenker) schlägt Herr Schwenker, Chef von Roland Berger, als Lösung für die gegenwärtige Krise dieses vor:
Um Entscheidungen vorbereiten und treffen zu können, möge man doch bitte Szenarien entwerfen und durchspielen.
Was für ein Wort “Szenarien”! Erinnert an Theater! Erinnert an “gut aufgestellt sein”!
Aber bitte, bitte, man denke bei Szenarien nicht an hübsche Bildchen, das wäre einfach und bequem.
Man denke an Worte! “Szenarien” sind Worte!
Aber den Führungskräften in D. wird beigebracht, kurz und bündig zu schreiben. Kurz und bündig ihre E-Mails zu schreiben, wenn sie schonmal E-Mails schreiben.
Und wenn sie nun auch noch “Szenarien” oder kleine Sequenzen schreiben sollen - oh, das kann nicht gut gehen! Mach das doch mal, ein Szenario kurz und bündig!!!!!!!
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20.11.2009 von Gerald Fründt.
Ja, irgendwie wird es eng und die E-Mail bedroht den Wert eines Unternehmens …. mehr dazu unter:
Ich habe noch eine Anfrage laufen, ob ich den Artikel in meinem Blog ganz aufnehmen darf. Anfrage läuft per E-Mail, mal sehen!
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11.11.2009 von Gerald Fründt.
Wie geht ein Kommunikationsdienstleister mit E-Mail um - schlicht und einfach laienhaft! Da helfen keine E-Mail-Kniggler, da helfen keine E-Mail freien Tage, da hilft nur: tägliche Arbeit an und mit der E-Mail-Praxis, liebe Alice!
Und die tägliche Arbeit beginnt bereits mit der klärenden Schreibweise von E-Mail. In dem Artikel der Mobilfunk-Talk.de News (Dienstag, den 10.11.09 16:08 / http://bit.ly/1859va) wird die E-Mail so geschrieben:
– Kundendaten per Email (Schreibweise 1) weitergegeben …
– Über hundert Mails (Schreibweise 2) soll ein Alice-Kunde empfangen haben.
– Der Empfänger der Mails (Schreibweise 2) sagte gegenüber dem NDR :”Ich hatte auf einmal 172 Mails (Schreibweise 2) im Ordner und wusste gar nicht, wo die auf einmal hergekommen sein könnten – bis ich dann feststellte, dass das Daten für Alice sind”
– Grund für die Panne ist die E-Mail-Adresse (Schreibweise 3) des 48-Jährigen. Ende Oktober hatte er sich “alice@alice.de” gesichert. Versehentlich wurden die E-Mails (Schreibweise 3) von Kunden auf diese dann umgeleitet.
Ich finde, es ist wahrlich kein Wunder, dass Alice intern Kundendaten per E-Mail hin- und herzuschicken scheint, wenigstens 172 mal. Ist doch alles egal - oder?!?
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4.11.2009 von Gerald Fründt.
E-Mail SchreiberInnen wird immer wieder an das Herz gelegt, doch bitte Schachtelsätze zu vermeiden!
Das macht mich, Gerald Fründt, nachdenklich, sehr nachdenklich sogar!
1. Es handelt sich um eine dieser Regeln, dieser goldenen Regeln, dieser Vorschriften, es handelt sich um eine dieser banalen Selbstverständlichkeiten. Selbstverständlichkeiten?
2. Selbstverständlich sollte niemand einen Schachtelsatz versuchen, die oder der es nicht vermag. Grammatisches Vermögen ist nämlich Voraussetzung, ohne grammatisches Vermögen kein Schachtelsatz! Die goldene Regel verändert sich unter diesem Blickwinkel - das ist wert, geschrieben zu werden - zu einer Schutzregel und könnte so formuliert werden: Du sollst Deinen grammatischen Verlust, Verlust könnte in der Wirtschaft als Gegenteil von Vermögen angesehen werden, nicht öffentlich machen; davor wollen wir (?) Dich behüten.
3. Selbst-verständlich sollte jemand, die oder der weiß, wie Schachtelsätze funktionieren, von diesen auch Gebrauch machen, wenn die LeserInnen etwa der E-Mail in der Lage sind, die Spannung, die in einem Schachtelsatz liegen kann, zu würdigen, und wenn es für das Thema, den Inhalt, die Aussage GÜNSTIG erscheint. Das zu beurteilen, ist die eigentlich Aufgabe, aber die bekommt man nicht in eine einfache Regel.
4. Siehe da, die goldene Regel wendet sich plötzlich und zeigt ihr wahres Gesicht: Die Diktatur des Vereinfachens, die Reglementierung der Vielfalt, nur keine individuellen Wege!!!
5. E-Mail ist nicht zu vereinfachen, E-Mail lebt von der Vielfalt!
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3.11.2009 von Gerald Fründt.
All die Damen und Herren, die sich über E-Mail und E-Mail Knigge und so weiter auslassen, übersehen eine einfache Geschichte:
Die E-Mail (und im übrigen auch die Milliarden Telefonate) in unseren Unternehmen funktionieren NICHT wie eine Uhr, sondern wie ein Mückenschwarm (K. Popper - seine Gegenüberstellung von Wolken und Uhren).
Manche Mücken sind näher an einer wärmenden Sonne - faszinierend, dass das Wort “Mücke” mit dem Buchstaben “M” anfängt, “M” wie “Markt”, “M” wie “Macht”, “M” wie “Murks”, “M” wie “ManagerInnen”.
Wow, da muss ich erst einmal einen Kaffee trinken gehen!
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