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Dezember 2009
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Archive für Dezember 2009

Ende 2009 - das ist doch erst ein [E-Mail] Anfang!

Eine bemerkenswerte Nachricht am Ende des Jahres:

Der DSL Anbieter 1&1 geht in seinem neusten TV Spot ganz neue Wege und bietet Kunden mit Marcel Davies einen persönlichen Ansprechpartner, der in der TV Werbung seine Vistitenkarte mit seiner persönlichen E-Mailadresse zeigt. Eine Telefonnummer ist auf der Visitenkarte allerdings nicht zu sehen, aber mit einer Mail an davis@1und1.de soll den Kunden geholfen werden.

Mein Kommentar:

(1) Telefon hat ausgedient - man würde ja so mitbekommen, ob es am Telefon wirklich Marcel Davies ist. Oder Marcel Davis?
(2) Wann wird die E-Mail Adresse so aussehen: davis@1und1.de-mail.de - das wäre der Hit!
(3) Clevere Kostenkalkulation - ob von Herrn Marcel Davis persönlich die Antworten kommen, niemand wird es wissen!
(4) Ja, der Trend geht zum Persönlichen!
(5) Nein, bei einer solch wichtigen Person wie Herrn Davis wollen eigentlich nur die notorischen Telefonierer eine Telefon-Nummer - aber PR-Bereiche brauchen da noch einige Zeit, um das auf die Spur zu bekommen!

Also, ein interessantes, spannendendes, erfolgreiches 2010
wünscht Ihnen / Euch
Ihr / Euer
Gerald Fründt

Anti-Mail-Stream

In D. mangelt es in der öffentlichen Darstellung - allgemein PR und veröffentlichte Meinung genannt - an Meinungen und Ansichten, die keine Rücksicht auf Verkaufszahlen nehmen müssen, die schlicht und einfach inkompatibel mit dem Main-Stream der Gedanken sind.

Wirklich wundern muss ich mich, wenn dieser Anti-Main-Stream (AMS und nicht ABS) wesentlich näher an den Wirklichkeiten ist, als der Main-Stream zu sein vorgibt!

Putzig - und Danke an Financial Times Deutschland, die diesen Anti-Main-Stream zulässt und nicht ausbremst!

Hier der Link auf eine bemerkenswerte Kolumne:

http://www.ftd.de/karriere-management/management/:e-mail-lehren-der-ganz-normale-bloedsinn/50050453.html

E-Mail & Koordination in Unternehmen

(01) E-Mail ist Koordination. Eine E-Mail schreiben ist koordinieren. Das ist das Ergebnis, beobachte ich nicht nur die E-Mail-Kommunikation, aber dort ganz besonders auffallend, IN den Unternehmen und Organisationen.

(02) E-Mail ist Koordination. Erst dann folgt - wenn die E-Mail wirkt - erst dann folgt Kooperation. Und dann - wenn die E-Mail weiterwirkt - folgt Kommunikation.

(03) Eine E-Mail schreiben ist koordinieren. Und sofort stehen da die beiden Seiten der E-Mail: was wird geschrieben und wie funktioniert das Geschriebene.

(04) Schaue ich auf die Seite “Was-wird-geschrieben”, schon tauchen die Herausforderungen auf, über die ich hier in meinem Blog laufend nachdenke und schreibe. Denn auf dieser Seite geht es um die Auswahl und Entscheidung für bestimmte “Hey-Worte” oder für allgemein gebräuchliche Worte oder um seltenere Worte oder um noch seltenere Worte, so dass diese ganz besonders auffallen und so einen ganz eigenen Beitrag zur Koordination leisten.

(05) E-Mail ist Koordination - und das habe ich jetzt erst einmal hier stehen. Dennoch als Zusammenfassung:

Koordination = das Abstimmen verschiedener Dinge, Vorgänge, Arbeiten, Prozesse etc. aufeinander (physiologisch: Zusammenspiel der Muskeln zu bestimmten beabsichtigten Bewegungen).

Kooperation = die Zusammenarbeit, das Zusammenwirken. Jemand kann kooperativ sein oder sich der Kooperation verweigern.

Kommunikation = Verkehr, Umgang, Verständigung zwischen den Menschen. Jemand kann kommunikativ sein, großen Wert auf die Kommunikation legen, eine besondere Kompetenz besitzen.

E-Mail ist eine Befreiung ….

Viele und sehr unterschiedliche Fragen werden in meinen Schulungen und Werkstätten zur E-Mail-Praxis bearbeitet. Eine Frage, die ich immer wieder gern stelle, ist die nach der Fortsetzung des Satzes - E-Mail ist für mich ….

(1) … eine Visitenkarte des Unternehmens
GF: welches Unternehmen gemeint ist, das eigene, für das man arbeitet oder das, an welches man gerade denkt, das bleibt ungeschrieben.

(2) das Kontaktmedium der Zukunft / ein Medium der Zukunft
GF: ja, ich habe das Gefühl, die Zeit der E-Mail in den Unternehmen und in der B-2-C Kommunikation kommt erst noch!

(3) ein schneller und einfacher Weg der Kommunikation / ein schnelleres und wichtigeres Kommunikationsmedium als Schriftverkehr
GF: bemerkenswert, ist E-Mail nicht auch schriftlich? E-Mail entwickelt sich tatsächlich wegen der Häufigkeit zu etwas eigenem! Annehmen, diese Herausforderung! Und mit den herkömmlichen Arbeitsvorschlägen kann das nicht funktionieren! Deswegen neue Wege einschlagen - siehe 111-E-Mail-Regeln unter www.e-mail-praxis.com!

(4) E-Mail ist für mich eine Befreiung
GF: Tonnen bundesdeutscher Schwerfälligkeit und bundesdeutscher Formalismen fallen da ab, mit dieser einfachen Aussage! Genau das ist sie, die E-Mail; und genau so ist sie, die E-Mail!

Warum es ein Gerücht ist ….

… dass man an der E-Mail oder ihrem Gebrauch irgendetwas über den Stand der Benimm-Kultur erkennen kann!

In einem Bericht über die sehr interessante Ausstellung im Bremer Focke-Museum kommt man bei Welt-Online zu bemerkenswerten Einsichten. Mein Kommentar:

Warum eigentlich ist E-Mail stets ein Synonym für nachlässiges oder schlechtes Benehmen? Für den Brief wünschte sich Gellert (1715-1769) einen natürliche Stil, der formalistische Stil gewann das Spiel und setzte sich durch! Die E-Mail ist der mündlichen Kommunikation sehr nahe, und genau sie ist schlecht in der heutigen Zeit. Knigge schrieb über den Umgang mit Menschen, nicht darüber, wo man die Gabel hinlegt! Aber letzteres ist heute “Knigge”. Ich habe für die E-Mail in unseren Unternehmen 111-E-Mail-Regeln geschrieben (www.e-mail-praxis.com), um auf die Probleme in unserem Verhalten aufmerksam zu machen. Ich habe die Regeln unterteilt in den klassischen Dreischritt: Schreiben - Lesen&Verstehen - Antworten. Die aktuelle Praxis des Benehmens kennt eigentlich nur Schreiben! Wir alle schreiben, schreiben als Monaden (Leibniz) permanent nur über uns selbst. Das Für-den-anderen-schreiben, das dialogische Schreiben, ist nur noch ein kümmerlicher Rest. Die E-Mail, liebe Leute, unterbricht meine Arbeit nur, wenn ich es will, das Telefon ist der moderne Psycho-Terror! Auch das gehört zu Benehmen!
Das passende Synonym für nachlässiges und schlechtes Benehmen ist das Wort “sorry”, gesprochen von jemandem aus der Wirtschaft, der oder die mit “sorry” sein oder ihr Bedauern bekundet, mal eben Milliarden Euros verbrannt zu haben. Das ist schlechtes Benehmen - im Zeitalter der Dominanz des Geldes.

Wird sich eine Diskussion entwickeln, die auch den Namen verdient? Eine E-Mail-Diskussion?

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