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B. Pascal & E-Mail
Dieser Eintrag stammt von Gerald Fründt Am 17.2.2010 @ 11:05 In E-Mail-Praxis, Siemens, Kultur, Unternehmen, E-Mail, Dialog-Kultur, Schriftliches | Keine Kommentare
Bei der Arbeit an dieser Siemens-E-Mail gehen mir hunderte Gedanken durch den Kopf.
Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich eine kürzere E-Mail geschrieben, frei nach B. Pascal oder jemand anderen ….
An dem Wortreichtum einer E-Mail erkenne, wieviel Zeit sich Dein Gegenüber genommen hat. Er zeigt Dir, keinen gehabt zu haben, und macht deswegen viele Worte. Und schreibt ungenaue Worte. Und sehr viel ungenaue Worte.
Die Analyse der Siemens E-Mail zeigt eines nebenbei: Über den empfundenen Zwang zum Schreiben ( + Reden) geht die Zeit verloren, nach genauen, passenden Worten zu suchen. Und, was noch nachteiliger für all die Unternehmen und Wirtschaft ist, dieser Zwang schafft Simplizität in allen Angelegenheiten und Sachen.
Schreiben jedoch muss Strukturen schaffen, muss verzweigende und zusammenlaufende Prozesse schreiben, muss Verhältnisse schreiben.
Und man rede sich nicht heraus! In der Sentenz von Pascal steht nicht “kurze E-Mail”!
Es wird nur geschrieben / geredet - aber das Schreiben / Gerede hat keinen Nutzen mehr. Eine Irritation hier, ein Wortschwall dort, schon geht es weiter wie bisher.
Aber auch das ist nur Geworden!
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