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Offene E-Mail an Herrn Westerwelle

Dieser Eintrag stammt von Gerald Fründt Am 15.3.2010 @ 08:58 In Knigge, E-Mail-Praxis, Politik, Öffentlichkeit / PR, Dialog-Kultur, Schriftliches | Keine Kommentare

Eine Frage des Seins: “is” oder “ist”

Im Stader Tageblatt vom Montag, 15. März 2010, finde ich auf der Seite zwei einen Bericht über die Ansprache des Bundesaußenministers Herrn Westerwelle.

Zitat aus dem Artikel:
“Dann macht Westerwelle eine Kunstpause, setzt ein Lächeln auf und sagt in Richtung der im Saal sitzenden Journalisten in makelloser Aussprache: “The published opinion ist not always the public opinion.” (Die veröffentlichte Meinung ist nicht immer die öffentliche Meinung.) Eine Spitze gegen hämische Medienberichte über seine Englischkenntnisse.”

Welche Sprache hat Herr Westerwelle für das Prädikat tatsächlich verwendet? Das deutsche Verb “sein”, in diesem Satz “ist” - wie zitiert?
Oder das englische Verb “to be”, und das grammatisch korrekte “is” wurde von den im Saal sitzenden Journalisten überhört, und wurde nachträglich - als eine weitere sublime Häme - in das deutsche “ist” verwandelt.

Ich bitte um Aufklärung!

Mit den besten Grüßen
Ihr Gerald Fründt
E-Mail-Praxis.com

Praktizierender Linguist sowie Trainer - Berater - Coach der Schriftlichen Dialoge
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