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Stress, E-Mail und Oxytocin
Dieser Eintrag stammt von Gerald Fründt Am 29.5.2010 @ 13:39 In E-Mail-Praxis, Telefon, E-Mail | Keine Kommentare
Notiz in der [1] ZEIT vom 12. Mai 2010: Trost am Telefon
“In stressigen Situationen suchen Kinder instinktiv die Nähe ihrer Eltern. Dabei wird das stressmindernde Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Amerikanische Psychologen wollten wissen, ob dazu wirklich der körperliche Kontakt nötig ist. Die Forscher setzten sieben- bis zwölfjährigen Mädchen einer Stresssituation aus, danach durfte ein Teil die Mutter sehen und mit ihr sprechen, ein Teil durfte nur mit ihr telefonieren, eine dritte Gruppe musste ihr Erlebnis allein verarbeiten. Schon Mamas Stimme als Telefon reichte aus, einen kräftigen Oxytocinschub auszulösen.”
Gedanken:
Übertrage dieses mal auf die Stress-Situation, in der eine Kundin oder ein Kunde steckt.
Nutzt sie, nutzt er das Telefon und ruft in einem Call-Center oder Service-Center oder Kunden-Center an, und kommt es zu einem Gespräch, wahrscheinlich wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet und der Stress gemindert.
Nutzt die Kundin oder der Kunde die E-Mail ….. kommt es zu keinem Gespräch und sie oder er muss die Stress-Situation allein verarbeiten.
Gut denkbar, dass allein das Schreiben der E-Mail schon Verarbeitung ist.
Und dann kommt zeitversetzt und natürlich schriftlich die mitfühlende Antwort: Ich kann Ihren Stress sehr gut nachempfinden …..
Was passiert bei Kunden - oder wie wahrscheinlich baut sich der Stress wieder auf ……….
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