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1.12.2010 von Gerald Fründt.
Die Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen stellt eine populäre und weit verbreitete Ansicht auf den Prüfstand:
Verraten körperliche Signale, Mimik und Gestik - also das ganze nonverbale Programm - tatsächlich, ob jemand lügt? Können sie gar einen Verbrecher überführen, der seine Tat leugnet?
Die Arbeit von dem Team um Max Hermanutz zeigt, das Nonverbale ist für eine Überführung WENIG hilfreich.
“Ohne die Heranziehung von stimmlichen und inhaltlichen Hinweisen, sogenannten paraverbalen und verbalen Hinweisen können selbst geschulte (!) Fachleute wahre Aussagen nicht sicher erkennen.” Deswegen müsse in der Aus- und Weiterbildung die gängige Stereotype über Lügenmerkmale ausgeräumt werden und der Fokus stärker auf verbale Hinweise gelenkt werden - so die plausible Forderung!
Was hat das mit E-Mail zu tun?
Erstens: Die “verbalen Hinweise” kann man nur angemessen mit einer bestimmten Methode erarbeiten und bearbeiten. Von mir aus nennt man diese die hermeneutische Methode. Oder die textkritische Methode …. oder man akzeptiert eben die Arbeit, wie ich sie seit Jahr und Tag z.B. in meinen Schulungen vormache! Manche kennen ja bereits mein E-Mail-Praxis.com Kunden-Profil!
Zweitens: Irgendwie sind die Beobachtungen und die Schlussfolgerungen auch ein Beleg, dass in dem verbalen Material viel mehr Hinweise auf Emotionalitäten usw. enthalten sind, als man immer behauptet oder nicht müde wird zu betonen.
Nur um sich die Arbeit nicht machen zu müssen! Das ist jetzt aber gemein geschrieben!!
P.S. Vielleicht schreibe ich ein Buch ….. (mal sehen, wer den Hinweis “liest” und irgendetwas macht)
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11.11.2010 von Gerald Fründt.
Seit hundert Jahren werden E-Mail-Nutzer zu aufwändigen und teuren Sicherheitsvorkehrungen gedrängelt. Und Panik wird gemacht! Am Ende durchschauen sie selbst nicht mehr ihre Sicherheitsvorkehrungen und merken zu spät, in welche Abhängigkeit sie sich begeben haben.
Nun aber hat die Aktion von Google etwas bemerkenswertes zu Tage gebracht: Selbst wenn man ein WLAN “abhorcht”, auf dem auch E-Mails verschickt werden, eine Postkarte sind diese abgehorchten E-Mails nicht.
Kenner wissen es längst: erstens ist das Abgehorchte kryptisch und zweitens fragmentiert - so wie es seit hundert Jahren bei E-Mail der Fall ist.
Dank an den Focus (30.10.2010) für diesen Artikel!
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15.9.2010 von Gerald Fründt.
…. das ließe natürlich die Augen glänzen! Aber irgendwie ist da doch etwas dran.
Die fragliche E-Mail-Adresse z.B. direkt@postbank.de.
Postbank ist ein deutsches Hauptwort, ein Substantiv, und ein Eigenname.
Postbank ist ein zusammengesetztes Hauptwort, ein Kompositum, bestehend wiederum aus zwei Hauptworten, Substantiven.
Das Bedeutungs-Wort ist “Post“, das Grund-Wort ist “Bank“.
Zusammengenommen handelt es sich um ein Possessiv-Kompositum, oder deutlicher: die “Bank” gehört zu der “Post“.
Und wegen der Zugehörigkeit hat dieses Hauptwort einen Wert von 9,8 Milliarden Euro.
Wie heißt es bei Tagesschau.de: “Mit dieser Kapitalerhöhung wollen wir uns das notwendige Eigenkapital für eine geplante Konsolidierung der Postbank sichern”, erklärte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.
Eigentlich könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Postbank stolz sein auf diesen Wert …. und auf die E-Mail-Adresse @postbank.de!
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10.9.2010 von Gerald Fründt.
Zitat:
Noch nie musste man so viel lesen und schreiben wie in unseren Tagen. Man kann keinen Computer benutzen, ohne lesen und schreiben zu können.
Jean-Claude Carrière, französischer Schriftsteller und Drehbuchautor
Meine Forderungen:
Erstens - jede und jeder trägt persönlich die Verantwortung für das, was sie oder er schreibt – einschließlich der absehbaren oder vorhersehbaren Konsequenzen.
Zweitens – Man gibt diese Verantwortung nicht ab, selbst wenn man im Namen von jemand anderem schreibt. Man gibt diese Verantwortung auch dann nicht ab, wenn man beteuert oder belegt, man habe so zu schreiben gelernt, oder alle würden halt so oder “man” würde so schreiben.
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1.9.2010 von Gerald Fründt.
Eine Untersuchung (!) ergab:
Die Wirtschaft leidet unter den enormen Defiziten im schriftlichen Ausdrucks-Vermögen. Dieser enorme Verlust manifestiert sich hauptsächlich in der E-Mail.
Diesem Defizit gebenüber steht unbeachtet, unerkannt und ungenutzt der Reichtum in den Ausdrucks-Möglichkeiten, was etwa die Wort-Wahl oder die Vielzahl der grammatischen Optionen angeht.
Auch hier leistet man sich einen Luxus: Es wird so getan, als würde sich mit den genutzten Ausdrücken bereits der Reichtum erschöpfen! Es wird so getan!
Irgendwann fällt auch dieser Schleier!
Kleine Übung:
“Während des 4-wöchigen Kurses findet jede Woche findet Montag und Mittwoch je 18.00 Uhr eine kompakte, 90-minütige Seminareinheit statt. Zusätzlich stehe ich stehe Ihnen während des Kurses, also 4 Wochen lang als Coach für alle Fragen zur Verfügung.”
Welche grammatische Eigenheit fällt Ihnen auf - Antworten bitte an post(at)e-mail-praxis.com
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19.8.2010 von Gerald Fründt.
E-Mail macht öffentlich, was im Verborgenen lustig vor sich hinschlummert. Oder - E-Mail rückt Sichtweisen in diese oder auch in jene Richtung.
Denn E-Mail ist schnell. Denn E-Mail ist autonom! E-Mail schmeißt manchmal auch Steine ….
Ob es “Steine” sind, und wie groß und so weiter - das beantwortet nur die E-Mail selbst.
Also meine Bitte aus der E-Mail-Praxis.com: Kann ich die Original-E-Mail bekommen, über die in dem Artikel gesprochen wird.
Bitte an post[at]e-mail-praxis.com - ein herzliches Danke!
Gerald Fründt
P.S. Ich hatte schonmal an die FDP eine E-Mail geschr……….
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18.8.2010 von Gerald Fründt.
Mal angenommen, Sie sind in einem Unternehmen, dessen Ziel die Steigerung des Unternehmenswertes ist. Dann brauchen Sie eine ganzheitliche strategische Sicht, meinen die Autoren Gomez und Zimmermann. Dann brauchen Sie aber auch ein Sinn-Management, ein Management von Sinn und Bedeutungen.
Und nun denken Sie einmal über diese Sätze nach:
(1) Jede unternehmens-interne E-Mail, ganz gleich von wem an wen, legt mit ihren Inhalten / Aussagen fest, was jetzt gerade als Wirklichkeit verstanden und ausgewählt wird.
(2) Und sie bezeichnet diese Wirklichkeit, sie gibt ihr Namen und “schreibt” zwischen diese Namen Beziehungen ( = Grammatik) und Abhänigkeiten ( = Grammatik).
(3) Und sie, jede unternehmens-interne E-Mail, erklärt die so ausgewählte und so “geschriebene” Wirklichkeit, auf ihre mitunter ganz eigene Weise.
(4) Und sie, ganz gleich von wem an wen, bewertet das Handeln, welches sich in der Wirklichkeit und in den Inhalten und Aussagen jeder unternehmens-internen E-Mail zeigt.
(5) Und sie, jede unternehmens-interne E-Mail, ganz gleich von wem an wen, legitimiert auf eine bestimmte Weise das Handeln, welches sich in der geschriebenen Wirklichkeit und in den geschriebenen Inhalten und Aussagen jeder unternehmens-internen E-Mail zeigt.
Nun stellt sich die Frage: Wer ist verantwortlich für dieses Sinn-Management - oder, wie konnte es passieren, dass durch die E-Mail alles auf den Kopf gestellt wurde?
Fragt sich Ihr Gerald Fründt aus der täglichen E-Mail-Praxis.com
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16.8.2010 von Gerald Fründt.
Der Kriminalist und Buchautor Axel Petermann stellt fest: “Erst die Beschäftigung mit der Fallanalyse hat mir klargemacht, welche Bedeutung scheinbar überflüssige Handlungen für den Täter haben. Und für seine Überführung.”
[DIE ZEIT, 12. August 2010)
Die Fallanalyse ist allerdings ein aufwändiges Instrument. Sie dauert, allein schon wegen der geduldigen Beobachtung aller Merkmale. Und vorher steht nicht fest, was welche Bedeutung und welche Relevanz hat. Das entwickelt sich erst.
Wer die Qualität von E-Mail-Antworten bewerten will, muss (auch) eine in diesem “Fall” linguistische Fallanalyse durchführen. Andernfalls kommt nicht in den Blick, welche Bedeutung scheinbar überflüssige Worte und Sätze für das Unternehmen, den Kundenservice, das Call-Center haben - und wie man mit diesen umgehen kann.
Ausprobiert habe ich all dieses bereits - siehe www.e-mail-praxis.com.
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15.7.2010 von Gerald Fründt.
Niedersächsische Innovationen …. auf der CeBIT2010
Jemand von VW hält ein kurzes Referat:
“Im Netz wird viel über Volkswagen gesprochen …. ” - gemeint war jedoch, “geschrieben”. Man erkennt, wie sehr das “Netz” eigentlich als ein Ort der Mündlichkeit angesehen und erfahren wird. Die E-Mail hat ja auch so viel von der Mündlichkeit, erzähle ich in der E-Mail-Praxis.com!
Jemand von VW hält ein kurzes Referat - und es steht an der Wand in der Präsentation das Wort “Rechtwesen”, ein Wesen, welches immer irgendwie recht zu haben scheint, ein gefühlter Rechthaber sozusagen.
Vorgelesen wird allerdings “Rechtswesen”.
Es gilt das gesprochene Wort, das geschriebene hingegen verrät eine Denkweise.
Jemand von der Continental AG hält ein kurzes Referat - es fällt der Begriff “Enterprise2.0@conti”.
Für was man alles den Klammer-Affen “@” verwenden kann, und dann noch das trendige 2.0, und dann noch das hammerharte “Enterprise”. Bei der Continental AG scheint einiges durcheinander geraten zu sein…..
Jemand von der Continental AG hält ein kurzes Referat - es fällt der Begriff “Toollandschaft”, die “bereitgestellt” werden soll.
Wie geht denn das, was sind denn “Tools” (Mittel), und was ist eine Landschaft …. irgendwie geistert in meinem Kopf das Wort “Mittelgebirge” herum.
Solange es solch niedersächsische Innovationen gibt, ist mir um das Land nicht bange ……
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14.7.2010 von Gerald Fründt.
Nachgetragenes zur E-Mail2010
1. Welches Ergebnis bekommt man wohl, würde man den Kunden die Frage stellen, ob sie einen Kundenservice lieber per Telefon oder lieber per E-Mail ansprechen ….
2. Welche Merkmale hat “Höflichkeit”?
3. Aus einem Vortrag: die Ausfühlichkeit der Antwort - gemeint war aber Ausführlichkeit der Antwort; hatte man doch eher die Gefühle im Kopf.
4. Will man seine elektronischen Prozesse effizienter gestalten, dann braucht man das Commitment seiner Mitarbeiter!
5. Ist es ein Reflex, dass jedes Handeln (jeder Prozess) im Unternehmen eine Systemunterstützung braucht?
Und heute liegt eine Werbung für den ePostBrief im Kasten …..
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