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Schreib-Regel Satz 01 - Schriftliche Kommunikation

Satz 01 - Schriftliche Kommunikation, E-Mail-Kommunikation und anderes

Wer schriftlich mit einem anderen einen Dialog aufnimmt, respektiert des anderen Planung und Organisation. Das ist sehr gut! Allerdings respektiert der andere immer seltener, dass es nicht nur eine Frage der Höflichkeit ist, auf den Dialog so oder so zu reagieren.
Heute schweigt man. Heute vergisst man. Heute kommt man darüber hinweg. Facebook.
Das ist sehr, sehr unglücklich.

Auf dem Weg zum SEMANTISCHEN kundenservice - Kosten sparen

Was ist denn nun los?

Ja, ich bin ein zahlendes Mitglied bei XING. Ja, irgendwie gehört XING auch zu Social Media. Ja, es hilft, es hilft die Dinge im Auge zu behalten, die sich so bewegen im Markt!
Und in das Auge springt mir dieser Titel: Auf dem Weg zum semantischen Kundenservice - Hält der Mittelstand damit Schritt?

Nein, der Bogen ist überspannt!
Nein, es kann - bitte glauben Sie mir das, ich flehe Sie an und Sie sparen enorm viel Zeit und Geld - nein, es kann keinen “semantischen Kundenservice” geben.
Die Semantik, von der das Eigenschaftswort (Adjektiv) hergeleitet wird, ist einfach gesagt die Wissenschaft von der Bedeutung.
Und gerade die Bedeutung soll hier irgendwie käuflich gemacht werden, im wahrsten Sinne des Wortes!

Nein, ich habe keine Lust auf einen Kreuzzug gegen die Sprachdummheiten, die aus kommerziellen Gründen auf den Markt geworfen werden.

Aber was soll ich tun?????????
Gerald Fründt
Klar-Schreiben.de

Kommunikationsziel Share Holder Value?!

Da liegt doch auf meinem Schreibtisch, nicht Desktop!, eine Einladung zu einem Seminar: Interne Kommunikation!
Da fällt mein Blick auf die Punkte / Items - und da gehen mir ob der Top-One-Regel / der ersten Regel schier die Äugelein über: Richten Sie Ihre Kommunikationsziele an den Unternehmenszielen aus
Was soll das denn werden?
Mal ernsthaft, sei das Unternehmensziel mal Kosten-Einsparung.
Was macht dann die Kommunikation? Schweigen!
Wie sagte Wittgenstein: Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. Welch weiser Mann!

Manchmal bin ich nur verzweifelt!

Kann es einen Stellvertreter Eva M. geben?

Unzählige E-Mails gehen in jedem Augenblick hin und her. In den Unternehmen und den Organisationen. Zwischen diesen. Schließlich mischt sich noch der Kunde, der Verbraucher, die und der Einzelne in dieses ruhelose Wandern der unzähligen E-Mails.

Aber es sind ja niemals die E-Mail allein. Immer hat sie in sich Worte, die jemand geschrieben hat, und Worte, die jemand zu lesen hat.

Jedes Wort hat seine Bedeutung, seine Nebenbedeutungen, seine Zusatzbedeutungen.

Unzählige Wort-Bedeutungen gehen in jedem Augenblick hin und her. Sie häufen sich an bestimmten Stellen, sie dünnen aus an anderen Stellen. Sie sind ständig in Bewegung, diese unzähligen Wort-Bedeutungen.

Dann diese E-Mail-Antwort: “Ich bin abwesend bis einschließlich 03.09.2010, aber Ihre Mail wird von meinem Stellvertreter eva.nachname@unternehmen.de bearbeitet.”

Welche Bedeutung hat das Wort “Stellvertreter”, welche Zusatz-Bedeutung hat der Name “Eva”?

Das Wort “Stellvertreter” ist in dieser und in all den anderen E-Mails, die das Wort unzutreffend verwenden, eine dieser “gehäuften Wort-Bedeutungen”; das alternative Wort “meine Stellvertreterin …” gehört (noch) zu den dünnen Wort-Bedeutungen.

Ach, und dabei fällt mir auf: Eine E-Mail-Adresse kann eigentlich weder ein “Stellvertreter” noch eine “Stellvertreterin” sein. Aber so weit ist es mit der E-Mail-Adresse, sie funktioniert als Synekdoche, indem das Weitere (die sicherlich charmante und liebenswerte Frau Eva Nachname) durch das Engere (die E-Mail-Adresse der Dame) bezeichnet.

Wer “schafft” so etwas: ein Mann!

Nachdenken! zwei!!

Je besser die E-Mail-Kommunikation funktioniert, desto weniger braucht man sie!

Ich arbeite nach wie vor an der internen Siemens-E-Mail.
Ich arbeite momentan aber auch sehr intensiv an diversen Kunden-E-Mails.
Ich arbeite ……..

Übrigens - bemerkenswertes Interview über digitale Briefe der Deutschen Post in der ComputerWorld.

Interne E-Mail-Analyse Siemens (4)

…. Sonnenallee war gut gestern, heute werde ich dann auch wieder dort sein, aber zwischenzeitlich die Fortsetzung ….
und ich muss die nächsten Schritte für den Satz VIII. machen!

[VIII.] im anschluss habe ich unter 4 augen herrn c. (….) ihre aussagen in der letzten pa-sitzung zu compliancethemen und meine ergaenzenden ausfuehrungen informiert.

24. Hätte, wäre, würde, darf es in der Wirtschaft (Siemens)-E-Mail nicht geben ……

Hätte man den Satz mit [ich] angefangen, hätte man auf diese Geschichte „unter 4 augen“ verzichten können. Das kann möglicherweise aber nicht die Absicht sein, warum nicht?
Zunächst bemerkenswert ist die Schreibweise [4] – eine Zahl, die nicht ausgeschrieben wird, wie es die Rechtschreibung, auch die neue vorsieht. Herr Neubürger riskiert hier unterschiedliche Möglichkeiten:

(a) In E-Mail schreibt man stets hastig, gehetzt und weil das viel mit SMS zu tun hat, deswegen [4] und nicht „vier“. Aber wenn man in Eile ist – warum verzichtet man nicht auf die ganze Formulierung, wie eben gezeigt?

(b) Der wirtschaftliche Kontext muss erwähnt werden, also echte Zahlen, Nüchternheit, Klarheit. Möglich, dass „unter vier Augen“ eine zu große persönliche Nähe darstellt. Und vielleicht möchte man genau diesen Eindruck nicht erwecken, es menschelt zu sehr.

( c) Mit der Nüchternheit wird aber noch eine weitere Sache hervorgehoben – bei diesem Gespräch gab es keine Zeugen! Und das hat Konsequenzen für die gesamte E-Mail: Nur ich, der Autor entscheide über das, was wie zu schreiben ist, was hinzu zufügen ist, was wegzulassen ist. Man muss sich notwendigerweise auf mich verlassen, ich kenne die Wahrheit! Zahlen sind unbestechlich.
Aber das ist doch alles gar nicht relevant, könnte man jetzt sagen. Eben! Trotzdem wird es geschrieben.

25. Satzstruktur irgendwie kompliziert

Angedeutet habe ich es schon, irgendwie kompliziert dieser ganze Satz. Wer das Subjekt ist, einfach [ich = der Schreiber, der E-Mail-Absender).
Wer das Objekt ist, ebenfalls einfach, nämlich der Herr Cromme. Aber der steht da nicht in dem Satz, sondern [herrn c.]. Wieder die Kleinschreibung wie in dem vorhergehenden Satz, nun wird aber der Name abgekürzt. Die Logik könnte sein, dass der Name im vorausgehenden Satz ja genannt ist, die Leser folglich wissen, wer gemeint ist und man deswegen die Zeit sparen kann. Allerdings wird der Name im übernächsten Satz wieder ausgeschrieben, also kann es das Argument der Ökonomie nicht sein. Schade.
Eine Erklärung für das abgekürzte c., also in der nicht vollen Sichtbarkeit des Namens, könnte dieses [unter 4 augen] sein, und der dort erkennbare Versuch der Nüchternheit. Oder das Fehlen der Zeugen, weil man ja irgendwie das juristische Sprachfeld im Hinterkopf hat. Und wenn man in der Öffentlichkeit über juristische Sprachfelder schlendert, und eine Person taucht auf, dann taucht diese nur noch mit ihrem Initial auf.

26. Prädikate spielen mit Fäden ….

Das Prädikat des Satzes [habe informiert] ist im Tempus identisch mit dem vorangehenden, aber in der Bedeutung wird eine Alternative eingeführt. Obgleich sich das „briefing“ fortsetzt, wird es nun mit dem Etikett „informieren“ versehen. Erklärbar ist dieses nur über den immer offensichtlicher werdenden Wechsel von dem Manager-Sprachfeld in das Juristen-Sprachfeld. Warum wechselt Herr Neubürger?

Von dem Prädikat abhängig sind zwei durch ein [und] abgetrennte Satzglied-Komplexe.
Satzglied-Komplex 1: [ihre aussagen in der letzten pa-sitzung zu compliancethemen]
Satzglied-Komplex 2: [meine ergaenzenden ausfuehrungen].
Das [und] zeigt es an: hier baut sich etwas zusammen auf und wird irgendwie groß.

Zunächst Satzglied-Komplex 1: die auffallende Stellungsvariation setzt sich fort. Wieder wird nicht die eindeutige Stellung der Satzglieder gewählt, sondern sie werden vertauscht. Wäre es um Eindeutigkeit und Transparenz gegangen, hätte man den Komplex so aufbauen müssen:
[über ihre aussagen zu compliancethemen in der letzten pa-sitzung]

Dem Schreiber scheint die [pa-sitzung] noch ziemlich präsent zu sein, er hört quasi noch die Aussagen, er ist ganz in der erlebten Situation [ = pa-sitzung] und verliert in diesem Schwung aus den Augen, worauf sich die Aussagen bezogen. Also, der Inhalt ist – wie die Stellung zeigt – drittrangig, erstrangig ist das Reden, dann die Sitzung.
[sitzung] ist eher juristisches bzw. Verwaltungs-Sprachfeld, als Manager-Sprachfeld. Dort hätte man von PA-Meeting gesprochen.

…. alles klar, was hier geschehen lassen wird? Ich muss wieder, aber weiter geht es demnächst genau an dieser Stelle!

P.S. Von dem angesprochenen Unternehmen habe ich noch keine E-Mail bekommen!

Analyse E-Mail - Siemens 2. Teil

[…. Fortsetzung …..]

[VI.] lieber herr schaefer,

11. Natürlich ist dem Schreiber die Art und Weise des eben Geschriebenen auch irgendwo im Hinterkopf, deswegen jetzt die zuckersüße Anrede mit „lieber“

12. „herr“ wird zwar kleingeschrieben, aber wengistens ausgeschrieben; ausgeschrieben wird auch der Name.

13. Es folgt ein Komma – bei dieser zuckersüßen Anrede hätte ein Ausrufungszeichen die Süße noch hervorgehoben, aber so weit wollte der Schreiber nicht gehen.

[VII.] … wir, d.h. cf + kpmg haben heute herrn cromme high level ueber die aufgaben + themengebiete des pa ge-briefed.

14. Echt oder unecht, die E-Mail wird fortgesetzt mit einem überraschenden „wir“ = eine Erzählung kündet sich an.

15. Problematisch: das geschriebene „wir“ wird aufgelöst in ein kleingeschriebenes Kürzel „cf“ - ich vermute mal „corporate finance“, dann folgt das mathematische „+“, dann folgt das kleingeschriebene Kürzel „kpmg“, was vermutlich großgeschrieben werden müsste, weil damit das Unternehmen KPMG gemeint ist.
Da „cf“ als erstes genannt wird, zählt sich der E-Mail-Schreiber vermutlich in diese Gruppe.

16. Kein Komma folgt dem mit „d.h.“ eingeleitet Einschub (Parenthese), so dass man schnell lesen kann „cf + kpmg“ haben etwas gemacht – und die individuelle Person ist raus und war vielleicht nur Beobachter oder hat das zufällig mitbekommen.

17. Als nächstes wird das Objekt des Satzes eingeführt, der „herr cromme“ - nun allerdings wird das „herr“ nicht gekürzt, womit die Abkürzung in dem Betreff nicht mehr zufällig ist.
Wir haben Herrn Cromme über etwas unterrichtet – das ist der Satz. Allerdings wird ein anderes Prädikat gewählt, nämlich das modische und eingedeutschte „brief-en“.

18. Nachgeschaut: „brief“

(a) englisches Adjektiv mit der Bedeutung „kurz“ (the news in brief = Kurznachrichten)
(b) englisches Substantiv mit der Bedeutung „Auftrag“
(c) englisches Verb aus dem juristischen Bereich mit der Bedeutung „instruieren“ - aber eben nicht „informieren, unterrichten“, was wahrscheinlicher gemeint ist.

19. Informiert wurde Herr Cromme über zwei Dinge: welche Aufgaben der „pa“ (steht vermutlich für Prüfungsausschuss) hat, und welche Themengebiete der „pa“ hat.

20. !!!Verschwendung & Informations-Überlastung!!!

Herr Neubürger schreibt von „Themen-Gebiete“ - ausreichend wäre gewesen, nur „Themen“ zu nennen. Durch die Kombination mit „Gebiet“ entsteht eine Topographie der Themen, vergleichbar einer für militärische Zwecke genutzten Landkarte. Manchmal liegen Wirtschaft und Militär nicht sehr weit auseinander – und ein kleiner Vorgriff: Am Ende dieser E-Mail steht ein zackiger „gruss“, kleingeschrieben, und ohne Satzzeichen, da spart man also wieder, bei „Themengebieten“ nicht. Das hat einen Sinn!

21. !!!Unklarheit!!!

Herr Cromme war Anfang 2005 bereits Vorsitzender des Prüfungsausschusses, handelt es sich also um die Einführungs-Veranstaltung? Und wenn man diesen Umstand erwähnt hätte, hätte man dann nicht schon eine Abschwächung der späteren Vorwürfe gehabt – alles ist Strategie. Jedes Wort, auf jedes nicht geschriebene Wort.
Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen, sagt Wittgenstein.

22. ??? High Level ???

Adverb oder getarnte Präpositional-Phrase, das wird jetzt die Frage.
Herr Neubürger verwendet den Anglizismus „high level“. In meinem kleinen Sprachbuch finde ich diese Formulierung:
the talks were held at a very high level = die Gespräche fanden auf hoher Ebene statt.
Gleich anschließend diese Formulierung:
on a purely personal level = rein persönlich
Wenn man genau hinschaut, die relevanten Phrasen beginnen stets mit einer Präposition (at, on), alles andere wäre auch sprachlicher Unfug.
In dem vorliegenden Satz gibt es jedoch keine Präposition in Verbindung mit dem (high) level, und da es keine Präposition gibt, die einen „Ort“ (level) bezeichnet, bleibt als Erklärung nur das Adverb.
Die Kleinschreibung tut ein übriges, Adverben werden kleingeschrieben.
Mit einem Adverb wird häufig die Art und Weise einer Handlung ausgedrückt: die Art und Weise des Informierens, Pardon, des Briefens war high level.
Zu Deutsch: das Informieren war eines auf hohem Niveau, Herr Cromme wurde niveauvoll informiert.
ABER das passt nun gar nicht in diese Wirtschaftswelt der Scheine oder des Scheins, in dieses deutsche Unternehmen, in diese Situation, der ja ein solches Gewicht zugestanden wird.
Wer denkt sich nur solch eine Schreibweise aus, und vor allem, zu welchem Zweck?

Zwischen-Fazit: High Level sieht anders aus

….. hier geht es demnächst weiter, denn die Siemens-E-Mail aus dem manager magazin ist noch nicht am Ende *lach*

Analyse Siemens E-Mail - 1. Teil

Alle Karten auf den Tisch, könnte ich rufen! Im manager magazin 2/2010 finde ich abgedruckt eine E-Mail aus dem Unternehmen Siemens. Die E-Mail einer Führungspersönlichkeit, das Eldorado eines Linguisten! Und der Steinbruch, aus dem die 111-E-Mail-Regeln entstanden sind und das Feld, dessen Ernte der Quiz “Sind Sie ein E-Mail-Profi” (siehe manager-magazin) ist.

Aber langsam, ich werde hier in meinem Blog “Schreib-Strategie” diese E-Mail sezieren, und zwar mit Genuß!
Zu der Schreibweise: [I.] - Klammern geben den Schritt an, es folgt das Material der E-Mail und dann mein Kommentar.
Viel Spaß!

[I.] Von: Neubuerger Heinz-Joachim

01. Der Name des E-Mail-Verfassers und -Absenders wird (von der Software her) großgeschrieben, ein klarer Gegensatz zu der später genutzten Kleinschreibung im E-Mail-Text
Frage:
Warum Großschreibung in Software, warum Kleinschreibung im Text?

[II.] Gesendet: Mittwoch, 9. Februar 2005 20:00

02. E-Mail wird mitten in der Woche geschrieben und verschickt

03. Uhrzeit = irgendwie außerhalb der üblichen Arbeitszeiten, später am Tage, aber noch nicht zu spät!

[III.] An: Schaefer Albrecht (CP W)

04. Der Name des E-Mail-Empfängers wird (von der Software her) großgeschrieben, dramatischer Gegensatz zu der Kleinschreibung in der Anrede!
Wiederholte, drängender werdende Frage:
Warum Großschreibung in Software, warum Kleinschreibung im Text?

[IV.] Cc: Radomski Juergen; Hobeck Paul; Thomas Ralf

05. Auch die Namen der Kopie-Empfänger (cc.) werden (von der Software her) großgeschrieben, allerdings ist der Gegensatz zu der späteren Kleinschreibung eher schwach, da die Namen in der E-Mail nicht aufgegriffen werden.

06. Welche Gründe gibt es für diese Kopien? Wer sind die Herren, welche Funktion haben sie und vor allem: was sollen sie mit dieser Information anfangen, wie mit ihr weiterarbeiten. Da Gründe nicht aus dem E-Mail-Text herausgelesen werden können, ist jeder Grund möglich, also auch ein Nicht-Grund wie Steigerung der E-Mail-Flut.

[V. ] Betreff: hr. cromme

07. Abkürzung wird genutzt; abgekürzt wird das Hauptwort „Herr“, welches unterschiedliche Bedeutungen hat:
Bedeutung 1: ein im Urteil des Schreibers gebildeter Mann
Bedeutung 2: ein im Urteil des Schreibers gepflegter Mann
Bedeutung 3 in Verbindung mit Attributen: jemand, der über andere oder über etwas herrscht.
Bedeutung 4: Christliche Religion
Frage:
Warum wird ein so wichtiges Wort erstens kleingeschrieben und zweitens abgekürzt, welchen Eindruck will man bei dem Leser machen?

08. Aussage, die im „Betreff“ durch den Absender der E-Mail festgelegt wird: Diese E-Mail dreht sich um eine bestimmte Person mit Namen „cromme“ - und deren Name schreibe ich ebenfalls klein.

09. Anklänge an juristische Sprachformeln sind erkennbar: In Sachen Cromme – und schon deutet sich ein „Fall“ an und schon hat sich eine Beurteilung hineingeschoben, die irgendwann nach einem Urteil ruft.

10. Funktionierendes Betreff wäre möglich gewesen: Bitte mit Herrn Cromme sprechen!
Was verändert sich in der Aussage?

Die E-Mail geht in eine ganz andere Richtung – der Empfänger hätte auf einen Blick gesehen, was zu tun ist, und hätte in der E-Mail nach einer plausiblen Begründung für dieses Gespräch gesucht, sein Lesen wäre ziel-gerichtet gewesen!
Und gleichzeitig hätte man durch die Schreibung „Herr Cromme“ auch eine gewisse Achtung oder Höflichkeit gegenüber dem anderen gezeigt.

Das wäre es doch gewesen

…..

[VI.] …. hier geht es demnächst weiter ….. Danke!

E-Mail & Koordination in Unternehmen

(01) E-Mail ist Koordination. Eine E-Mail schreiben ist koordinieren. Das ist das Ergebnis, beobachte ich nicht nur die E-Mail-Kommunikation, aber dort ganz besonders auffallend, IN den Unternehmen und Organisationen.

(02) E-Mail ist Koordination. Erst dann folgt - wenn die E-Mail wirkt - erst dann folgt Kooperation. Und dann - wenn die E-Mail weiterwirkt - folgt Kommunikation.

(03) Eine E-Mail schreiben ist koordinieren. Und sofort stehen da die beiden Seiten der E-Mail: was wird geschrieben und wie funktioniert das Geschriebene.

(04) Schaue ich auf die Seite “Was-wird-geschrieben”, schon tauchen die Herausforderungen auf, über die ich hier in meinem Blog laufend nachdenke und schreibe. Denn auf dieser Seite geht es um die Auswahl und Entscheidung für bestimmte “Hey-Worte” oder für allgemein gebräuchliche Worte oder um seltenere Worte oder um noch seltenere Worte, so dass diese ganz besonders auffallen und so einen ganz eigenen Beitrag zur Koordination leisten.

(05) E-Mail ist Koordination - und das habe ich jetzt erst einmal hier stehen. Dennoch als Zusammenfassung:

Koordination = das Abstimmen verschiedener Dinge, Vorgänge, Arbeiten, Prozesse etc. aufeinander (physiologisch: Zusammenspiel der Muskeln zu bestimmten beabsichtigten Bewegungen).

Kooperation = die Zusammenarbeit, das Zusammenwirken. Jemand kann kooperativ sein oder sich der Kooperation verweigern.

Kommunikation = Verkehr, Umgang, Verständigung zwischen den Menschen. Jemand kann kommunikativ sein, großen Wert auf die Kommunikation legen, eine besondere Kompetenz besitzen.

Provokation!!!

Fassen Sie bitte einmal diese Gedanken ganz klar:

Erstens:
Wer nicht “reden” kann! Sollte besser keinen Vortrag halten! kein Meeting leiten! kein Verkaufsgespräch führen!
Kann nicht telefonieren!
Und kann wahrscheinlich auch nicht mit E-Mail umgehen.

Zweitens: Wer nicht mit E-Mail umgehen kann, wer keine E-Mail schreiben kann, kann auch keine SMS! Kann auch nicht Bloggen, kann auch kein Forums-Beitrag schreiben! Kann kein Memo schreiben! Kann auch einen Brief nicht nutzen! kann eigentlich nur “reden”.

Drittens: Aber wer kann schon reden, ich meine, richtig reden!!!