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Archiv der Kategorie Knigge

Einmischung

Mein Kommentar zu E-Mail-Flut & Handelsblatt & Unternehmensberater

27.03.2012, 10:28 UhrAnonymer Benutzer: GFruendt

Mal angenommen, es handele sich hier bei den Kommentaren um die sprichwörtliche Schwarmintelligenz, dann fällt das Handelsblatt aber ziemlich hinten über, etwa wie die FDP im Saarland.
Die Kommentare sind verdammt dicht an der Wirklichkeit, dagegen das “Wie-Sie-das-Chaos-besiegen-können” nicht. Milliardenschäden sind bisher immer noch durch Inhalte entstanden, durch das, was man gesagt / geschrieben hat. Und das wird sich auch nicht ändern.
Der Gipfel der publizistischen Verwirrung ist in diesem Zitat erreicht: “Jede E-Mail stört den Empfänger bei irgendeiner Tätigkeit. Das lässt sich nicht ändern.”
Aber dieses Wirre passt zu allem irgendwie: Gestern (26.3.) wird vom Handelsblatt angekündigt, man würde die Schreibweise von E-Mail anpassen, was aber bis jetzt (27.3.) nicht geschehen ist.
Vielleicht liegt das daran, dass die Pädagogin und der Unternehmensberater in einer Überschrift feststellen: “Emailen ist nicht Arbeiten.”
Man oh Mann
Oder es liegt daran, dass man einfach mal wieder was schreiben musste, und jetzt im März wirkt “Flut” als Titel wieder.
GFruendt

Ergebnisse! G.P. E-Mail-Antworten 2011

Mir kommt da ein leise säuselnder Verdacht - eigentlich interessiert sich niemand für gar nichts!

Hier meine Top-Meldung:
Ergebnisse G.P. E-Mail-Antworten 2011 liegen vor - das muss ich ersteinmal mental verarbeiten!

Wer ahnt die Dramen, die sich hinter dieser Meldung verbergen? Nein, wen interessieren die Dramen, die da sich verstecken:
1. Ich habe die Nachricht bei Xing hinterlassen - mal sehen, was sich tut.
2. Ich habe die Nachricht getwittert, aber nur einmal, bisher, um ca. 9.46 - mal sehen, was sich tut.
3. Und hier, in MY BLOCKschokolade, habe ich es auch eingestellt, jetzt.

Mal sehen, mal sehen
Ihr Gerald Fründt

P.S. Ich habe hier inzwischen eine richtig spannende Abo-Group, alle mit gmail oder so, und mit irren durchgeknallten Namen. Was geht hier eigentlich ab und haben wir am Ende im Internet so etwas eine Kernschmelze …..

Guttenberg & E-Mail-Knigge….

Die Plagiatsvorwürfe gegen Herrn Guttenberg sind ja nicht ohne! Warum sollte verwerflich sein, was momentan Gang und Gebe ist - es wird abgeschrieben.
Zum Beispiel: E-Mail-Knigge.
Zum Beispiel: E-Mail-Regeln.

Aufgegriffen und gebetsmühlenartig wiederholt werden nur die, die irgendwie kompatibel scheinen - zu dem herrschenden Geschmack.
Und dann sind da noch die, die man irgendwo aufgeschnappt hat, oder halt abgeschrieben hat, oder ver-guttenbergt hat, und die man behutsam “ein-phased”. Mal schauen, wie sie sich machen. Und wenn sie nur zögern, schnell zurück. Nicht zu viel riskieren!

Riskant ist es da schon, mit 111-E-Mail-Regeln aufzuwarten. Mit 111-E-Mail-Regeln gleich ein ganzes Konzept anzubieten - welches auf eine lebendige und lebende Unternehmens-Kultur zielt. Man, bin ich mutig. Zu gutt-mütig?

Klar, auch das lässt sich kopieren. Aber so sind die Zeiten!
Man muss nur Guttenberg heißen, und schon relativiert der Markt alles, irgendwie, so.

Sensationell: Google-Rang 1 und 2 für E-Mail-Praxis.com

Wer bei Google aktuell nach “E-Mail-Regeln” sucht, dem werden 66.200 (!) Ergebnisse angezeigt.
Mit den 111-E-Mail-Regeln steht die E-Mail-Praxis.com auf dem ersten Rang und wird als erstes angezeigt.
Mit der Diskussion Regeln pro / contra steht die E-Mail-Praxis.com auf dem zweiten Rang!

Dass ich das erlebe, phantastisch, wie ein Traum in der unermesslichen weil virtuellen Welt…..
Ich schwebe!!!!!!!
……………………………………………………………… und schreibe ein Buch, echt jetzt!
Ihr Gerald Fründt

Höflichkeit und E-Mail

Zunächst kleine Klärung:
1. höflich - anderen den Umgangsformen gemäß aufmerksam und rücksichtsvoll begegnen.
2. Mittelhochdeutsch: hovelich = dem Hof angemessen.
3. Wer höflich ist, zeigt Höflichkeit!

Eine Studie kommt zu dem bemerkenswerten Ergebnis, dass in einer E-Mail-Antwort “Höflichkeit” erwartet wird.
Die Studie sagt nicht, wie sie “Höflichkeit” definiert - und damit verliert das Ergebnis jede Relevanz.

Denn “Höflichkeit” an sich gibt es ebensowenig wie ein “E-Mail-Knigge” an sich.
“Höflichkeit” zeigt sich immer nur in konkreten und aktuellen Zusammenhängen (Kontexten) und Situationen.
Was in der einen Situation als “höflich” interpretiert werden könnte, ist in der anderen Situation “Heuchelei” und in einer dritten Situation eine “Frechheit” - schon mal dem Begriff “sch…-höflich” nachgegangen?
“Höflichkeit” ist (!) immer noch und weiterhin die Art und Weise, wie man sich am Hof verhält!

Und dann schaue man mal auf seinen “Hof”, und ob man mit seinem Unternehmen eigentlich so etwas ist, wie ein “Hof” mit “Höflichkeit” - so, liebe Studien-Freunde, muss an die Sache herangegangen werden, will man Kunden verstehen!

Übrigens: Sowohl von der FDP als auch aus dem Außenministerium liegt bis heute keine Antwort vor, ich betrachte das als UNHÖFLICH!
Gell!

Offene E-Mail an Herrn Westerwelle

Eine Frage des Seins: “is” oder “ist”

Im Stader Tageblatt vom Montag, 15. März 2010, finde ich auf der Seite zwei einen Bericht über die Ansprache des Bundesaußenministers Herrn Westerwelle.

Zitat aus dem Artikel:
“Dann macht Westerwelle eine Kunstpause, setzt ein Lächeln auf und sagt in Richtung der im Saal sitzenden Journalisten in makelloser Aussprache: “The published opinion ist not always the public opinion.” (Die veröffentlichte Meinung ist nicht immer die öffentliche Meinung.) Eine Spitze gegen hämische Medienberichte über seine Englischkenntnisse.”

Welche Sprache hat Herr Westerwelle für das Prädikat tatsächlich verwendet? Das deutsche Verb “sein”, in diesem Satz “ist” - wie zitiert?
Oder das englische Verb “to be”, und das grammatisch korrekte “is” wurde von den im Saal sitzenden Journalisten überhört, und wurde nachträglich - als eine weitere sublime Häme - in das deutsche “ist” verwandelt.

Ich bitte um Aufklärung!

Mit den besten Grüßen
Ihr Gerald Fründt
E-Mail-Praxis.com

Praktizierender Linguist sowie Trainer - Berater - Coach der Schriftlichen Dialoge
post [schreiben an] e-mail-praxis.com

E-Mail-Knigge - immer derselbe Mist

In einem netten Kommentar zu mal wieder “E-Mail-Knigge” schreibt da jemand recht aufgebracht: immer derselbe Mist, der da gebetsmühlenartig durchgekaut wird. Sie oder er hat ja recht!
Es muss immer derselbe Mist sein, denn es sind ja “Experten”. “Experten” sagen immer wieder die Zukunft falsch voraus, “Experten” liegen schief mit ihren Prognosen, “Experten” haben Expertise! Finanz-Experten haben eindrucksvoll bewiesen, was all ihre Expertise wert ist! Bad Banks.
Es gibt in D. ein Problem mit sogenannter Expertise und mit Experten, erst recht mit “E-Mail-Knigge Experten”. Könnte man das Problem doch auslagern in Bad Tipps oder so …

Warum es ein Gerücht ist ….

… dass man an der E-Mail oder ihrem Gebrauch irgendetwas über den Stand der Benimm-Kultur erkennen kann!

In einem Bericht über die sehr interessante Ausstellung im Bremer Focke-Museum kommt man bei Welt-Online zu bemerkenswerten Einsichten. Mein Kommentar:

Warum eigentlich ist E-Mail stets ein Synonym für nachlässiges oder schlechtes Benehmen? Für den Brief wünschte sich Gellert (1715-1769) einen natürliche Stil, der formalistische Stil gewann das Spiel und setzte sich durch! Die E-Mail ist der mündlichen Kommunikation sehr nahe, und genau sie ist schlecht in der heutigen Zeit. Knigge schrieb über den Umgang mit Menschen, nicht darüber, wo man die Gabel hinlegt! Aber letzteres ist heute “Knigge”. Ich habe für die E-Mail in unseren Unternehmen 111-E-Mail-Regeln geschrieben (www.e-mail-praxis.com), um auf die Probleme in unserem Verhalten aufmerksam zu machen. Ich habe die Regeln unterteilt in den klassischen Dreischritt: Schreiben - Lesen&Verstehen - Antworten. Die aktuelle Praxis des Benehmens kennt eigentlich nur Schreiben! Wir alle schreiben, schreiben als Monaden (Leibniz) permanent nur über uns selbst. Das Für-den-anderen-schreiben, das dialogische Schreiben, ist nur noch ein kümmerlicher Rest. Die E-Mail, liebe Leute, unterbricht meine Arbeit nur, wenn ich es will, das Telefon ist der moderne Psycho-Terror! Auch das gehört zu Benehmen!
Das passende Synonym für nachlässiges und schlechtes Benehmen ist das Wort “sorry”, gesprochen von jemandem aus der Wirtschaft, der oder die mit “sorry” sein oder ihr Bedauern bekundet, mal eben Milliarden Euros verbrannt zu haben. Das ist schlechtes Benehmen - im Zeitalter der Dominanz des Geldes.

Wird sich eine Diskussion entwickeln, die auch den Namen verdient? Eine E-Mail-Diskussion?

Mückenschwärme

All die Damen und Herren, die sich über E-Mail und E-Mail Knigge und so weiter auslassen, übersehen eine einfache Geschichte:
Die E-Mail (und im übrigen auch die Milliarden Telefonate) in unseren Unternehmen funktionieren NICHT wie eine Uhr, sondern wie ein Mückenschwarm (K. Popper - seine Gegenüberstellung von Wolken und Uhren).
Manche Mücken sind näher an einer wärmenden Sonne - faszinierend, dass das Wort “Mücke” mit dem Buchstaben “M” anfängt, “M” wie “Markt”, “M” wie “Macht”, “M” wie “Murks”, “M” wie “ManagerInnen”.

Wow, da muss ich erst einmal einen Kaffee trinken gehen!

E-Mail-Regeln

Denke darüber nach: Jede Unternehmung hat ihre eigenen E-Mail-Regeln. Sie aufzunehmen, sie zu bewerten, sie weiterzuentwickeln und ihnen neue E-Mail-Regeln an die Seite zu geben, das ist die AUFGABE, das ist der JOB, das ist das PROJEKT!

Regel ist einmal das, was vorgeschrieben wird. Regel ist zum anderen das, was immer wieder und so in dieser Art und Weise geschieht. Die Wiederholungen sind so eindrucksvoll oder häufig, man denkt, es könne gar nicht anders sein. Aus der Regel wird die Regel.

Denke darüber nach: Jede Unternehmung habe ihre eigenen E-Mail-Regeln.