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Archiv der Kategorie Öffentlichkeit / PR

Offene E-Mail an Herrn Westerwelle

Eine Frage des Seins: “is” oder “ist”

Im Stader Tageblatt vom Montag, 15. März 2010, finde ich auf der Seite zwei einen Bericht über die Ansprache des Bundesaußenministers Herrn Westerwelle.

Zitat aus dem Artikel:
“Dann macht Westerwelle eine Kunstpause, setzt ein Lächeln auf und sagt in Richtung der im Saal sitzenden Journalisten in makelloser Aussprache: “The published opinion ist not always the public opinion.” (Die veröffentlichte Meinung ist nicht immer die öffentliche Meinung.) Eine Spitze gegen hämische Medienberichte über seine Englischkenntnisse.”

Welche Sprache hat Herr Westerwelle für das Prädikat tatsächlich verwendet? Das deutsche Verb “sein”, in diesem Satz “ist” - wie zitiert?
Oder das englische Verb “to be”, und das grammatisch korrekte “is” wurde von den im Saal sitzenden Journalisten überhört, und wurde nachträglich - als eine weitere sublime Häme - in das deutsche “ist” verwandelt.

Ich bitte um Aufklärung!

Mit den besten Grüßen
Ihr Gerald Fründt
E-Mail-Praxis.com

Praktizierender Linguist sowie Trainer - Berater - Coach der Schriftlichen Dialoge
post [schreiben an] e-mail-praxis.com

So ist E-Mail-Werbung!

Ist Ihnen schon mal aufgefallen und bewusst geworden, dass man in Deutschland mehr E-Mail-Werbung erhält als E-Mail-Antworten?

Und dass man in Deutschland regelmäßig E-Mail-Werbung bekommt, fast kann man seinen Kalender danach stellen! Aber regelmäßig gibt es auch keine E-Mail-Antworten!

Und dass man in Deutschland in der E-Mail-Werbung 1001 Dinge angepriesen bekommt, die man kaufen soll. Wer hat schon so viel Geld. Nahezu stoisch geht das Preisen weiter!
Aber in Deutschland eine vernünftige, angemessene und nachvollziehbare E-Mail-Antwort zu bekommen, dass ist dann ein Märchen! Nahezu stoisch geht das Schweigen weiter.

Ich sehe hier zwischen zwei aufregenden Felswänden einen tiefen Abgrund - auf der einen Seite die E-Mail-Werbung, die überhaupt nichts mit mir persönlich zu tun haben will, sondern nur verkaufen, Sale!!!
Auf der anderen Seite die Legionen der verschwiegenen E-Mail-Antworten, die mit mir persönlich etwas zu tun haben könnten, würden sie gegeben.

Und der Abgrund? Vielleicht ist der Abgrund ein solcher Satz:
Sprache ist ein Ausschnitt der Wirkungsweise in der Kommunikation.
(Zitat aus einer Ankündigung bei dem Business-Kontakt-Portal Xing)

Ich verstehe ihn nicht, aber ziemlich durchgeknallt hört er sich schon an. Im Abgrund werden laufend solche Sprach-China-Böller gezündet - als sei jeder Tag Silvester!

Ende 2009 - das ist doch erst ein [E-Mail] Anfang!

Eine bemerkenswerte Nachricht am Ende des Jahres:

Der DSL Anbieter 1&1 geht in seinem neusten TV Spot ganz neue Wege und bietet Kunden mit Marcel Davies einen persönlichen Ansprechpartner, der in der TV Werbung seine Vistitenkarte mit seiner persönlichen E-Mailadresse zeigt. Eine Telefonnummer ist auf der Visitenkarte allerdings nicht zu sehen, aber mit einer Mail an davis@1und1.de soll den Kunden geholfen werden.

Mein Kommentar:

(1) Telefon hat ausgedient - man würde ja so mitbekommen, ob es am Telefon wirklich Marcel Davies ist. Oder Marcel Davis?
(2) Wann wird die E-Mail Adresse so aussehen: davis@1und1.de-mail.de - das wäre der Hit!
(3) Clevere Kostenkalkulation - ob von Herrn Marcel Davis persönlich die Antworten kommen, niemand wird es wissen!
(4) Ja, der Trend geht zum Persönlichen!
(5) Nein, bei einer solch wichtigen Person wie Herrn Davis wollen eigentlich nur die notorischen Telefonierer eine Telefon-Nummer - aber PR-Bereiche brauchen da noch einige Zeit, um das auf die Spur zu bekommen!

Also, ein interessantes, spannendendes, erfolgreiches 2010
wünscht Ihnen / Euch
Ihr / Euer
Gerald Fründt

Anti-Mail-Stream

In D. mangelt es in der öffentlichen Darstellung - allgemein PR und veröffentlichte Meinung genannt - an Meinungen und Ansichten, die keine Rücksicht auf Verkaufszahlen nehmen müssen, die schlicht und einfach inkompatibel mit dem Main-Stream der Gedanken sind.

Wirklich wundern muss ich mich, wenn dieser Anti-Main-Stream (AMS und nicht ABS) wesentlich näher an den Wirklichkeiten ist, als der Main-Stream zu sein vorgibt!

Putzig - und Danke an Financial Times Deutschland, die diesen Anti-Main-Stream zulässt und nicht ausbremst!

Hier der Link auf eine bemerkenswerte Kolumne:

http://www.ftd.de/karriere-management/management/:e-mail-lehren-der-ganz-normale-bloedsinn/50050453.html

Der Morgen, an dem ich die Existenz der Hey-Wörter …

… entdeckte, war ein besonderer.

Beim Abwaschen des Frühstücksgeschirrs entdeckte ich sie nämlich, die Existenz der Hey-Wörter, inmitten des Abwaschschaums.

“Krise” ist ein Hey-Wort.

“Highligt” war ein Hey-Wort. Allerdings fällt der Kurs. Der Kurs eines Hey-Wortes leitet sich ab aus (a) der Häufigkeit der Verwendung, (b) wer es verwendet, (c) wo es verwendet wird und (d) vor allem in welchem Zusammenhang es verwendet wird. Wie bestimmt sich der Wert einer Aktie - gerade im Mittelfeld des Hey-Wort-Marktes? Wie bestimmt sich der Wert eines Investments-Fonds - klar im oberen Bereich des Hey-Wort-Marktes?
Während der Kurs von “Highlight” ins Minus gleitet, gleitet ein anderes Wort sanft nach oben: “Glanzlicht”. Bezeichnet “high” einen Wert (!), bezeichnet “Glanz” eine Qualität.

Das ist der Unterschied. Wir achten wieder mehr auf Qualität!

Ich warte auf das erste Direkt-Mailing (Achtung: Hey-Wort!), in dem von Glanzlicht geschrieben wird. Bitte zu mir!

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Provokation!!!

Fassen Sie bitte einmal diese Gedanken ganz klar:

Erstens:
Wer nicht “reden” kann! Sollte besser keinen Vortrag halten! kein Meeting leiten! kein Verkaufsgespräch führen!
Kann nicht telefonieren!
Und kann wahrscheinlich auch nicht mit E-Mail umgehen.

Zweitens: Wer nicht mit E-Mail umgehen kann, wer keine E-Mail schreiben kann, kann auch keine SMS! Kann auch nicht Bloggen, kann auch kein Forums-Beitrag schreiben! Kann kein Memo schreiben! Kann auch einen Brief nicht nutzen! kann eigentlich nur “reden”.

Drittens: Aber wer kann schon reden, ich meine, richtig reden!!!

E-Mail im Bad

Regelmäßig schickt mir Google alle Nachrichten, in denen die E-Mail vorkommt. Ich will auf dem Laufenden sein und bleiben.
Ein guter Weg, um etwa die traurige Geschichte mit dem ZDF-Morgenmagazin mitzubekommen (siehe Notiz vom 22.09.09).
Ebenfalls ein guter Weg, um zu sehen, wie meine 111-E-Mail-Regeln wahrgenommen werden, nur mal so am Rande angemerkt.

Heute aber, oder sollte ich schreiben HEUTE ABER diese Schlagzeile bei Google zu meinem Thema - meint man:

“Neue Plano-Dusche aus Stahl-Email garantiert Bewegungsfreiheit”

Da hat jemand den Kern der Email, Pardon, der E-Mail erkannt: Bewegungsfreiheit. Ja, E-Mail schafft Freiheit. Jeder in einem Mega-Konzern bekommt Verantwortung für das, was da in den E-Mails steht!
Nochmal: JEDE und JEDER hat Inhalts-Verantwortung bei E-Mail! Auch Du, mein Sohn Brutus!

Daraus leiten sich eine ganze Reihe von verantwortungsvollen Konsequenzen ab - siehe meine 111-E-Mail-Regeln!

Die E-Mail besitzt die Chuzpe, über den Bad- und Sanitärbereich auf ihre reinigende Kraft aufmerksam zu machen, das finde ich großartig, aber so ist E-Mail … ihr lieben E-Mail Kniggeler!

Gute E-Mail, Morgenmagazin!

Offene Leser-E-Mail an das ZDF-Morgenmagazin:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin entsetzt über den Beitrag im ZDF-Morgenmagazin zu dem Thema “E-Mail-Knigge”. Nicht nur, dass eine Dame erwähnt wird, zu deren Geschäftspraktiken dubiose Abmahnungen gehören - also ein gegensätzliches Verhalten als das, was der Freiherr von Knigge im Blick hatte. Zur Erinnerung, der Titel des Buches heißt: Über den Umgang mit Menschen!

Auch ist der Inhalt schon hundertfach dargestellt worden, im immer gleichen Duktus (von oben herab!) und in völligem Unverständnis der tatsächlichen Praxis etwa in den Unternehmen. Das gipfelt in dem selbstredenden Schreibfehler, der bereits in der Einleitung gemacht wird:
“E-Mails sind aus dem Alltags- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken. Doch die tägliche Email-Flut erfordert mehr Rücksicht und Disziplin beim Schreiber.”
Zwei Schreibweisen von E-Mail, das bringt LeserInnen um jede Lese-Aufmerksamkeit und stellt gleichzeitig die Seriösität des Folgenden in Frage.

Und wenn dann allen Ernstes die Regel aufgestellt wird, man möge erst die E-Mail schreiben, und dann die Adressen aussuchen, hier liegt dann wohl ein großes Missverständnis vor, wie denn Kommunikation im allgemeinen funktioniert.

Tut mir leid, liebes ZDF-Morgenmagazin, das war nichts, und dieses Nichts musste ich mal loswerden - bezeichnenderweise nicht als E-Mail, sondern in einem Formular!

Mal sehen, ob ich eine E-Mail-Antwort bekomme *lach*

Gerald Fründt - praktizierender Linguist

Geständnis der Deutschen Post ….

Irgendwann ist es soweit!
Und da ist es, das reichlich späte Eingeständnis der Deutschen Post, dass man die E-Mail schlicht und einfach unterschätzt hat!
Vieles, was in der Prä-E-Mail-Zeit im Brief unterwegs war, wird jetzt mit und durch E-Mail erledigt.

Aber warum hatte nicht schon das Telefon den Brief gefährdet - oder spielte es keine Rolle, weil es eben mündliche Kommunikation war? Oder war da im Hintergrund der Gedanke, man würde ja (damals war es so) auch an dem Telefon Geld verdienen. Und warum hatte das Fax den Brief nicht gefährdet - oder war da im Hintergrund der Gedanke, auch ein Fax würde via Telefonleitung und man würde ja (damals war es so) auch an der Leitung Geld verdienen.

Und dann das Internet, dann die E-Mail ….. o Deutsche Post, wie tief muss dein Schlaf gewesen sein! Oder war es einfach Arroganz eines ehemaligen Staatsunternehmen?

Aber, jetzt erwarte ich die Offensive der Deutschen Post. Denn ein Brief ist ja nicht wirklich blöd, man müsste ihn nur wertiger gestalten. Wie wäre es mit diesem Geschäftsmodell: Die Zustellung eines Briefes wird zu einem Ereignis (Event) - und der Absender legt fest. Warum wird nicht ein Brief etwa öffentlich auf dem Marktplatz übergeben? Warum ertönt kein Posthorn, wenn der Zusteller einen wirklich schönen Brief für mich hat? Warum werden persönliche Einladungen nicht auch von einem Briefträger persönlich übergeben - immer nur irgendein blöder Kasten….

Man könnte ja noch so viel ……

Soziale Netzwerke

Schlagwort: Soziale Netzwerke. Netze werden gewirkt im Sinne von wirken, weben, knüpfen. Nicht im Sinne von Wirkung, das hätten die Strategen gern, gleich die Wirkung mitzuliefern!
Ein Netzwerk ist ein gewirktes Netz, Netze bestehen aus Verbindungen, aus Linien, aus Fäden.
Das Netzwerk hat das Merkmal, kein Spinnennetz zu sein, sondern eines von und für soziale Wesen - also doch eine Spinne!
Die gegenwärtig herausragenden sozialen Wesen sind Menschen. Also könnten die ganze Veranstaltungen wie Twitter, Xing usf. auch menschliche Netzwerke genannt werden. Allerdings ist dieser Titel nicht so toll, sozial ist besser, weil (!) hier schwingt auch noch ein gewisses soziales Verhalten mit, ein sich Kümmern etwa.
Aber halt: Twitter, Xing usf. haben nur vorgeblich soziales Verhalten zum Ziel. In Wirklichkeit fördern und fordern sie das Gegenteil, in Wirklichkeit fördern und fordern sie das EGO, den Einzelnen, der “Jünger” (meine freie Übersetzung von dem twitterischen Follower) um sich schart, um Ansehen zu gewinnen.
Ansehen, Ansehen - kein soziales Verhalten.
Man sollte die Dinger nicht soziale Netzwerke nennen, wie wäre es mit egomanische Netzwerke!

Da lob ich mir doch den Brief, die E-Mail!